Gestern endete also die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Eine spannende Qualifikation liegt hinter den 31 Mannschaften, die nächstes Jahr ans Kap der Guten Hoffnung reisen können. Die üblichen Top-Favoriten wie Brasilien, Italien, Argentinien oder unsere deutschen Kicker sind natürlich auch dabei. Trotzdem gab es einige namhafte Mannschaften, unter anderem Schweden, Russland oder die Türkei, die an der Qualifikation scheiterten. Andererseits schafften Mannschaften die Vorausscheidung, von denen wusste man gar nicht das die überhaupt Fußball spielen. Seitfallzieher stellt euch die größten Exoten vor.
Karibik meets Afrika
Riesenjubel herrschte in Tegucigalpa, der Hauptstadt Honduras, als das Nationalteam den dritten Platz in der CONCACAF Gruppe erreichte. Hinter den Favoriten USA und Mexiko konnte man die Konkurrenten aus Costa Rica und Trinidad & Tobago abhängen. Honduras ist damit nach 1982 zum zweiten Mal für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Einzig bekannter Spieler bei den „Los Catrachos“, so der Spitzname der Nationalmannschaft, ist David Suazo von Inter Mailand. Ansonsten spielt der Großteil in der eigenen Liga. Man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft bei der WM schlägt.
Die Wüstenfüchse kommen
Knapp, knapper, Algerien. Erst in einem Entscheidungsspiel gegen Ägypten konnten sich die Nordafrikaner für die Endrunde in Südafrika qualifizieren. Nach 1982 und 86 ist es die dritte WM-Teilnahme für den Afrikameister von 1990. Bei den Algerien spielen einige Spieler, die auch aus der Bundesliga bekannt sind. So sind beispielsweise Anther Yahia vom VfL Bochum, Karim Ziani vom VfL Wolfsburg und Karim Matmour von Borussia Mönchengladbach im aktuellen Kader der „Wüstenfüchse“. Hoffen wir also, dass die Spieler auch im Sommer 2010 zum Aufgebot von Algerien gehören.
Fußball kennt keine Diktatur
Unglaublich aber wahr: Nordkorea schafft die Qualifikation zur WM 2010. Ein Land, in dem die Menschenrechte fast gar nicht geachtet werden, kann mit diesem sportlichen Erfolg endlich einmal positive Nachrichten vermelden. In der AFC Gruppe mit Saudi Arabien, den Vereinigt Arabischen Emiraten und dem Erzfeind Südkorea konnte Nordkorea den 2. Platz erreichen, der das Ticket für Südafrika bedeutet. Damit nimmt der „Arbeiter- und Bauerstaat“ das zweite Mal nach 1966 an einer WM-Endrunde teil. Bekannte Spieler gibt es eher weniger bei Nordkorea und der Großteil spielt in der heimischen Liga. Für die WM 2010 bleibt abzuwarten, wie sich die Asiaten schlagen. Ein Duell gegen die USA wäre jedoch sicherlich eine Besonderheit.
Als kleinen Service bieten wir euch noch die Highlights zum Qualifikations-Rückspiel zwischen Frankreich und Irland.
Abpfiff!


