Exoten in Südafrika

19. November 2009 von Micha

Gestern endete also die Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Eine spannende Qualifikation liegt hinter den 31 Mannschaften, die nächstes Jahr ans Kap der Guten Hoffnung reisen können. Die üblichen Top-Favoriten wie Brasilien, Italien, Argentinien oder unsere deutschen Kicker sind natürlich auch dabei. Trotzdem gab es einige namhafte Mannschaften, unter anderem Schweden, Russland oder die Türkei, die an der Qualifikation scheiterten. Andererseits schafften Mannschaften die Vorausscheidung, von denen wusste man gar nicht das die überhaupt Fußball spielen. Seitfallzieher stellt euch die größten Exoten vor.

Karibik meets Afrika

Riesenjubel herrschte in Tegucigalpa, der Hauptstadt Honduras, als das Nationalteam den dritten Platz in der CONCACAF Gruppe erreichte. Hinter den Favoriten USA und Mexiko konnte man die Konkurrenten aus Costa Rica und Trinidad & Tobago abhängen. Honduras ist damit nach 1982 zum zweiten Mal für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Einzig bekannter Spieler bei den „Los Catrachos“, so der Spitzname der Nationalmannschaft, ist David Suazo von Inter Mailand. Ansonsten spielt der Großteil in der eigenen Liga. Man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft bei der WM schlägt.

Die Wüstenfüchse kommen

Knapp, knapper, Algerien. Erst in einem Entscheidungsspiel gegen Ägypten konnten sich die Nordafrikaner für die Endrunde in Südafrika qualifizieren. Nach 1982 und 86 ist es die dritte WM-Teilnahme für den Afrikameister von 1990. Bei den Algerien spielen einige Spieler, die auch aus der Bundesliga bekannt sind. So sind beispielsweise Anther Yahia vom VfL Bochum, Karim Ziani vom VfL Wolfsburg und Karim Matmour von Borussia Mönchengladbach im aktuellen Kader der „Wüstenfüchse“. Hoffen wir also, dass die Spieler auch im Sommer 2010 zum Aufgebot von Algerien gehören.

Fußball kennt keine Diktatur

Unglaublich aber wahr: Nordkorea schafft die Qualifikation zur WM 2010. Ein Land, in dem die Menschenrechte fast gar nicht geachtet werden, kann mit diesem sportlichen Erfolg endlich einmal positive Nachrichten vermelden. In der AFC Gruppe mit Saudi Arabien, den Vereinigt Arabischen Emiraten und dem Erzfeind Südkorea konnte Nordkorea den 2. Platz erreichen, der das Ticket für Südafrika bedeutet. Damit nimmt der „Arbeiter- und Bauerstaat“ das zweite Mal nach 1966 an einer WM-Endrunde teil. Bekannte Spieler gibt es eher weniger bei Nordkorea und der Großteil spielt in der heimischen Liga. Für die WM 2010 bleibt abzuwarten, wie sich die Asiaten schlagen. Ein Duell gegen die USA wäre jedoch sicherlich eine Besonderheit.

Als kleinen Service bieten wir euch noch die Highlights zum Qualifikations-Rückspiel zwischen Frankreich und Irland.

Abpfiff!

Seitfallzieher meldet sich zurück!

17. November 2009 von Micha

In der letzten Woche rückte der Fußball in den Hintergrund. Mit Robert Enke nahm sich ein sympatischer und beliebter Fußballer das Leben. Doch wie in den Medien mit diesem Thema umgegangen wird und wurde, hinterlässt bei uns Autoren von Seitfallzieher einen bitteren Beigeschmack. Aus diesem Grund werden wir uns nicht weiter zum Thema Robert Enke äußern.

Gerade deshalb versuchen wir uns nun wieder auf das alltägliche Fußballgeschehen zu konzentrieren. Wie immer wird es Vorschauen, Analysen oder satirische Seitenheibe zur Bundesliga oder zum internationalen Fußball geben. Auch wenn es für den ein oder anderen hart klingen mag, aber „Lebbe geht weider“ und vermutlich ist dies auch im Sinne von Robert Enke.

Zum Einstieg nach unserer Pause präsentieren wir euch ein kurioses Video aus der Ostamerikanischen Meisterschaft. Im Halbfinale trafen die beiden Teams Stony Brook und Hartford aufeinander. Im ersten Moment klingt das nicht gerade nach einem fußballerischen Leckerbissen, aber lasst euch einfach überraschen. „Do the Dudek“ lässt grüßen. Nun aber viel Spaß.

Abpfiff!

Pause für seitfallzieher…

11. November 2009 von Pep

Liebe Leserinnen und Leser,

wie ihr alle wisst, hat sich am Dienstagabend Robert Enke von Hannover 96 das Leben genommen. An statt auf den Zug des Medialen-Overkills aufzuspringen, wollen wir diese turbulente Zeit dazu nutzen, um uns Gedanken über die Zukunft unseres Blogs zu machen. Gerade in Zeiten wie diesen merkt man über welche Lapalien und Belanglosigkeiten im Fussball und im Allgemeinen diskutiert wird.

Wir schließen uns daher den unten angeführten Quellen an :

http://www.stefan-niggemeier.de/blog/eilmeldung/

http://11freunde.de/bundesligen/125577

http://11freunde.de/bundesligen/125581

Wir hoffen das sich die mediale Lage im Internet bald wieder beruhigt. Begriffe wie Rücksicht, Pietät oder Respekt sind zur Zeit Fremdwörter. Das zeigen über 40.000 Mitgliieder in der Enke-Gruppe bei Studie VZ oder die Sondersendung von Kerner bei Sat 1.

Abpfiff !

Robert


Das ist doch alles bla bla bla !

8. November 2009 von Pep
… zum 12. Spieltag
„Ein Klasse-Erlebnis hier im Stadion mit den Leuten zusammen. Die Fans waren super, einfach klasse. Mein Einsatz hat sich zwar ein bisschen angedeutet, hat mich aber schon überrascht. Ich bin froh, dass mir der Trainer die Chance gegeben hat. Er hat mir gesagt, ich soll Gas geben und meine Aufgabe erledigen.“

Joel Matip (Schalke 04)

„Es ist ärgerlich, weil wir gut ins Spiel gekommen sind und ein Übergewicht hatten. Wir hätten das Spiel für uns entscheiden müssen.“ Über das Gegentor zum 0:1: „Bei dem Eckball haben wir uns fast wie eine Jugendmannschaft angestellt und sind dadurch in Rückstand geraten.“

Heiko Herrlich (Trainer VfL Bochum)

„Wir haben einen glücklichen Punktgewinn erzielt. Gladbach hatte gute Chancen. Wir haben uns über den Fight ins Spiel hineingearbeitet. Wir hatten die eine oder andere gute Möglichkeit, was mir aber gefehlt hat, war der letzte Pass. Man darf aber nicht vergessen, dass die Mannschaft permanent alle drei Tage hat spielen müssen. Dass da auch mal ein schwächeres Spiel dabei ist, ist auch klar. Deswegen in ich mit dem Punkt zufrieden.“

Markus Babbel (Trainer VfB Stuttgart)

„Wir sind in den ersten 15 Minuten überrollt worden. Wir hatten mächtig Angst gehabt auf dem Platz. Wir haben ähnlich wie gegen Bayern nur reagiert auf das, was Bayer angeboten hat. Und dann sind solche Mannschaften viel zu stark für Eintracht Frankfurt. Abgesehen von Pirmin Schwegler, der auf diesem Niveau mitspielen kann, habe ich zu wenig in meiner Mannschaft gesehen, dass man sagen kann, da ist Substanz da, um sich gut aus der Affäre zu ziehen. Wir hatten Angst vor der eigenen Courage und der Gegner war von der Qualität deutlich überlegen – das müssen wir akzeptieren, da brauchen wir nicht lange drum rum zu reden

„Wir müssen uns bei Eintracht Frankfurt in den nächsten ein, eineinhalb Jahren völlig anders aufstellen, damit wir in der Bundesliga überhaupt konkurrenzfähig sind. Wir müssen feststellen, dass wir gegen Mannschaften wie Bayern München, wie Bayer 04 Leverkusen oder Werder Bremen weit über unsere Verhältnisse spielen, um bestehen zu können. Meine Mannschaft ist leider viel zu durchschnittlich besetzt.“

Michael Skibbe (Trainer Eintracht Frankfurt)

„Wir werden das in Ruhe mit ihm besprechen. Es war nicht gerade klug von ihm, so ein Interview vor einem wichtigen Spiel zu geben. Bruno Labbadia hat auch einmal vor einem wichtigen Spiel ein sehr unglückliches Interview gegeben. Das hätte er besser nicht gegeben.“

Uli Hoeneß

„Ich begebe mich nicht in die Gefahr, in der Öffentlichkeit meine Meinung zu diskutieren. Das mache ich in der nächsten Woche in aller Ruhe bei ihm oder in meinem Büro. Sie können versichert sein, dass er dieses Interview noch bedauern wird.“

Louis van Gaal (Trainer FC Bayern)

by the way….Loddar Matthäus

„Nach Franz Beckenbauer bin ich ganz sicher die zweitbekannteste Fußballpersönlichkeit Deutschlands, weltweit. Und wie man mit so einem Idol umgeht in Deutschland, da muss sich Deutschland schämen.“

( Quelle :  „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ )

Lothar Matthäus trainiert gerade bei den New York Metrostars und bekommt plötzlich tierischen Hunger.
Er läuft schnell um die Ecke zu einer Imbissbude und sagt: „Ich hätte gerne von dem Hähnchen da!“
Fragt die Verkäuferin: „Chicken?“ Lothar: „Nee, nicht schicken, das dauert zu lange…“

Vorschau : Hertha BSC Berlin vs. 1. FC Köln

6. November 2009 von Pep

Hertha - Köln

Am Wochenende tritt der 1. FC Köln bei Hertha BSC Berlin an. Für die Kölner beginnen nun die Wochen der Wahrheit. Sie müssen raus aus dem Tabellenkeller. Die Hertha tankt durch den Erfolg in der Europa League neues Selbstvertrauen und will ihre Talfahrt endgültig stoppen. Da kommt der FC zur rechten Zeit. Unter der Woche mussten sich die FC Spieler  eine Predigt über Mannschaftsgeist, Engagement und Leistung von Präsident Wolfgang Overath  anhören. Es bleibt abzuwarten welche Methode wirkungsvoller ist; Eine flammende Rede, oder ein sportliches Erfolgserlebnis.

Langsam aber sicher kommt der Winter. Unsere heimischen Tiere fressen sich eine Speckschicht an von der sie den Winter über zehren. Oder aber, sie legen sich Vorräte an, um im Winter Futter zu haben. Für die Vereine im Bundesligakeller verhält es sich ähnlich. Sie müssen sich nun genügend Punkte einverleiben um im Winter neuen Mut für die Rückrunde zu fassen. Gerade beim 1. FC Köln muss man sich fragen, ob man damit zufrieden ist Heimspiele leichtfertig zu verlieren. Die stärkeren Gegener hatte der FC bereits vor der Brust. Nun kommen Bundesligakonkurenten, die sich mit dem FC um die sichern Plätze 10 – 15 streiten. Wie etwa Hannover 96, gegen die der FC schon wieder keinen Sieg landen konnte. Come on FC ! Jetzt müssen Punkte her !

Das Gerede von Punkten oder Niederlagenserien reisst auch bei der Berliner Hertha nicht ab. Nach einen 0 : 0 gegen den Deutschen Meister VFL Wolfsburg war wieder Hoffnung in die Hauptstadt gekehrt. Der Geschäftsführer Sport, Michael Pretz, war dementsprechend zufrieden : „Die Mannschaft hat 90 Minuten eine Top-Einstellung gezeigt. Genau solche Auftritte brauchen wir, um da unten rauszukommen.“ Ebenso Kapitän Arne Friedrich : „Wir sind auf dem richtigen Weg. Jetzt haben es alle kapiert. Wir haben die Zweikämpfe angenommen und mit Leidenschaft und Aggressivität gespielt.“

Super ! Toll ! Die  Mannschaft lebt ! Dann gings zum Auswärtsspiel nach Dortmund… 2 : 0.  Alles wieder beim alten. In der Europa League lief es dagegen für die Herthaner besser. Beim 2 : 3 Sieg gegen Heerenveen war Valeri Domovchiyski der alles überragende Mann. 2 Tore machte er selbst, eins legte er für Arthur Wichniarek  auf.

Am Samstag kommt es dann zum Bundesligakracherspiel zwischen Berlin und Köln. Auf der einen Seite die schlechteste Offensive der Liga. Auf der anderen Seite Hertha BSC Berlin. Mit 9 Niederlagen und 25 Gegentoren die Schießbude der ersten deutschen Spielklasse. Für beide Teams zählt nur ein Sieg. Eine Heimschwäche teilen sich beide Vereine. Berlin gewann zu Hause ein Spiel. Der FC ist eine konterstarke Mannschaft die Auswärts immer wieder Punkte holen kann. 11 Gegentrefffer zeigen ebenfalls das die Abwehr nicht das Problem der Geisböcke ist. Wann bei Poldi, Nova und Co der Knoten endlich platzt ? Am besten am Samstag gegen die Hertha. Denn der Winter kommt schnell. Und Punkte müssen her.